Kalenderhistorie

Schon in der Frühzeit der Menschheit beschäftigte man sich mit Zeit-Zyklen: 
mit dem Wechsel von Tag und Nacht, den Mondphasen und dem Jahreslauf.

maya-kalender

Das Wort Kalender stammt vom lateinischen „Calendarium“ ab und war im antiken Rom ein Verzeichnis der Monatsersten. Es hieß auf Lateinisch Kalendae, abgeleitet von kálere“ – rufen. An den ersten Tagen eines Monats wurden Geldschulden fällig, weshalb dieser Tag öffentlich ausgerufen wurde.

Aus einer Vielzahl verschiedener Zeitrechnungssysteme setzte sich der „Gregorianische Kalender“ international durch; er ist der gebräuchlichste Kalender weltweit.

Ein Gremium um Papst Gregor hat 1582 den Kalender so genau berechnet, dass in circa 2000 Jahren ein zusätzlicher Schalttag eingeführt werden muss, um die Ungenauigkeit von einem Tag wieder auszugleichen.

Anfänglich entstanden die sogenannten Immerwährenden Kalender, die jedes Jahr benutzt werden können.

Später dann erschienen Almanache – Kalenderbücher und -hefte, die sich einem bestimmten Thema widmen, zu dem sie Informationen liefern. 
Wer kennt sie nicht, die Bauern-, Volks-, Kinder- oder Konfessionskalender.

Ein Kalender ist hier besonders erwähnenswert:
Der Straubinger Volkskalender, zum ersten Mal aufgelegt im Jahre 1597, inzwischen in der 420. Auflage erschienen.

straubinger

Der heute vielfach verwendete dekorative Bildwandkalender ist etwa 110 Jahre alt, das heißt, die ersten Exemplare kamen kurz nach 1900 auf den Markt. 
Seine Verbreitung beschleunigte sich auch durch die fortschreitende Entwicklung der Fotografie und der industriellen Druckverfahren.

bentley
© Studio Eberhard Sauer

 

corvette
© Studio Eberhard Sauer

 

Nachdem der Kalender uns Menschen seit Tausenden von Jahren begleitet,
ist er aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.
Analog – digital und virtuell, im Kopf eines jeden. „Der Wievielte ist heute?“